Reutlingen-Blog: Das Weblog von Reutlingern für Reutlinger

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Mi
19
Aug '09

“HaLT” kommt ins Laufen

Ein erschreckender Trend nimmt auch in Reutlingen immer umfassendere Züge an: Kinder und Jugendliche betrinken sich immer häufiger, die Zahl der sogenannten “Komasäufer” nimmt rapide zu. Die Jugend- und Drogenberatung versucht, mit dem neuen Projekt “Hart am Limit” (HaLT) dagegenzusteuern. Und zeigt zum Teil schon erste Wirkungen.

Leider kommen die Betroffenen, die Probleme mit dem Alkohol haben, nur sehr selten von alleine in die Beratungsstelle. Doch durch die Wochenend-Rufbereitschaft der beiden Beraterinnen kann auf Ersuch der Eltern häufig ein Gespräch direkt nach einem schweren Absturz mit den Jugendlichen gesucht werden. Meistens klingelt dann am Samstavormittag das Handy bei einer der beiden, wenn die Eltern dem Gespräch eingewilligt haben. Andernfalls kann die Hürde der Schweigepflichtenbindung, die mit der Klinik abgeschlossen wurde, nämlich nicht überwunden werden. Wenn es dann aber zum Gespräch mit den Jugendlichen, sind diese sehr offen für das Gespräch, nachdem sie am eigenen Leibe erfahren haben, dass der Missbrauch von Alkohol mitunter lebensbedrohlich werden kann. Und mit ein wenig Nachdruck von Seiten der Berater und der Eltern können die Jugendlichen dann auch ab und an zu den nachfolgenden Beratungsgesprächen überredet werden, bei denen dann die meisten Erfolge erzielt werden. Viele, die an diesen Gesprächen teilgenommen haben, berichten nämlich davon, dass ihnen diese Gespräche sehr geholfen hätten.